
Es war ein einschneidendes Ereignis, das sich vor genau zwei Jahren ereignete und bis heute tiefe Spuren auf der spanischen Insel La Palma hinterlassen hat. Am 15. September vor zwei Jahren um 15:13 Uhr brach der Vulkan der Gebirgskette Cumbre Vieja aus, und die Welt verfolgte gespannt die dramatischen Entwicklungen, die sich daraufhin entfalteten. Tausende Erdbeben hatten die Ankunft dieses Naturereignisses angekündigt, doch nichts konnte die Bewohner der Insel wirklich auf das Ausmaß der Zerstörung vorbereiten, die folgen sollte.
Die Kanaren-Insel wurde rasch zur Katastrophenzone erklärt, und was folgte, waren 85 Tage pure Zerstörung. Die über 1.300 Grad heiße Lava ergoss sich unaufhaltsam und vernichtete allein in der Gemeinde Los Llanos mehr als 1.500 Häuser und 1.700 Bauernhöfe. Die Kirche von Todoque stürzte in sich zusammen, und der Friedhof Nuestra Señora de los Ángeles in Las Manchas wurde schwer beschädigt. Diese Bilder der Verwüstung werden wohl noch lange im Gedächtnis der Menschen bleiben.
Doch selbst zwei Jahre nach diesem verheerenden Ausbruch gibt es immer noch Familien, die in Containern, Hotels oder bei Verwandten leben. Sie haben bisher noch nicht die dringend benötigte finanzielle Hilfe von der Regierung der Kanaren in Höhe von 30.000 Euro erhalten. Die bürokratischen Hürden und Verzögerungen haben die Leiden dieser Menschen unnötig verlängert, und es ist an der Zeit, dass ihnen die Unterstützung zuteilwird, die sie so dringend benötigen.
Die Lava, die sich über die Insel ergoss, begrub nicht nur Häuser, sondern auch Existenzen. Weinberge, Avocadobäume und Bananenplantagen wurden von der glutheißen Masse verschlungen. Für viele Bewohner La Palmas war die Landwirtschaft ihre Lebensgrundlage, und diese wurde in einem schrecklichen Augenblick zerstört. Die wirtschaftlichen Schäden werden auf fast eine Milliarde Euro geschätzt, doch die emotionale Belastung für die betroffenen Menschen ist unbezahlbar.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass dieser Vulkanausbruch auch ein Menschenleben gefordert hat. Ein älterer Herr stürzte tragischerweise vom Dach seines Hauses in El Paso, während er versuchte, Vulkanasche zu entfernen. Dieses tragische Ereignis erinnert uns daran, wie gefährlich und unberechenbar die Natur sein kann.
Am 12. Dezember brach der Vulkan dann den Rekord des Tehuya aus dem Jahr 1585, indem er 84 Tage lang aktiv blieb. Die Bewohner La Palmas und die Experten, die das Geschehen verfolgten, hatten mit einer Mischung aus Furcht und Faszination auf diesen Ausbruch geblickt. Der Vulkan verstummte schließlich am Montag gegen 21:30 Uhr, und die Insel konnte endlich aufatmen. Am 25. Dezember wurde der Vulkan offiziell für beendet erklärt, und die Menschen konnten langsam beginnen, die Trümmer aufzuräumen und ihr Leben wieder aufzubauen.
Die Geschichte dieses Vulkanausbruchs wird noch lange in den Köpfen und Herzen der Menschen von La Palma bleiben. Sie erinnert uns daran, wie zerbrechlich unser Leben inmitten der gewaltigen Kräfte der Natur ist. Jetzt ist es an der Zeit, den Überlebenden die Unterstützung zukommen zu lassen, die sie verdienen, und ihnen dabei zu helfen, ihre geliebte Insel wieder aufzubauen.