
Rammstein-Sänger Till Lindemann verlässt Instagram und Parfüms der Band aus den Regalen verschwunden
Die kontroversen Vorwürfe gegen Rammstein und Till Lindemann haben weitere Auswirkungen. Nachdem der Verlag Kiepenheuer & Witsch, der Lindemanns Bücher veröffentlicht, sich bereits von ihm distanziert hatte, ziehen nun auch andere Partner nach.
Die Drogeriekette Rossmann hat vorerst die Parfüms mit Namen wie "Sex", "Pussy" oder "Kokain" aus dem Sortiment genommen. "Wir beobachten die Berichterstattung aufmerksam. Die Entwicklungen haben uns veranlasst, den Online-Verkauf des Rammstein-Parfüms einzustellen und alle Schritte zu unternehmen, um die Bewerbung der Produkte zu stoppen", wird eine Unternehmenssprecherin zitiert.
Auch Till Lindemann selbst hat Konsequenzen aus den immer schärferen Vorwürfen gezogen: Sein Instagram-Profil ist entweder gelöscht oder deaktiviert. Seine rund 1,3 Millionen Followerinnen und Follower sehen nun "Person nicht gefunden".
Vorwürfe und Reaktionen:
Mehrere Personen behaupten, gezielt für sexuelle Begegnungen mit Till Lindemann angeworben worden zu sein. Es steht auch die Anschuldigung im Raum, dass weibliche Fans mit K.O.-Tropfen gefügig gemacht wurden.Die Band selbst hat sich zuletzt geäußert: "Beteiligt euch nicht an öffentlichen Vorverurteilungen gegenüber denen, die Anschuldigungen erhoben haben. Sie haben das Recht, ihre Sicht der Dinge darzulegen. Wir als Band haben jedoch auch das Recht, nicht vorverurteilt zu werden." In einer Botschaft an die Fans heißt es weiter: "Es ist uns wichtig, dass ihr euch bei unseren Shows sicher und wohl fühlt - sowohl vor als auch hinter der Bühne. Wir verurteilen jegliche Form von Übergriffen."
Bei den Konzerten in München wird ein Sicherheitskonzept mit Awareness-Teams, Safe Spaces und einer Hilfs-App umgesetzt, um sicherzustellen, dass sich kein Besucher belästigt oder genötigt fühlt. Auch Aftershowpartys und die sogenannte "Row Zero", aus der angeblich Sex-Partnerinnen für Till Lindemann ausgewählt wurden, sollen nicht mehr stattfinden.
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